Upgrade-Guide mit Update Assistant – Von PrestaShop 1.7 ➡️ 8.2.2 / 9.x

Ein Upgrade von PrestaShop 1.7 auf die aktuelle Version 8.2.2 oder sogar 9.x ist für viele Shopbetreiber nicht mehr nur eine Frage der Wahl – sondern oft zwingend notwendig.
Der Grund: Viele Hosting-Provider schalten ältere PHP-Versionen ab, die für PrestaShop 1.7.x noch erforderlich sind. Ohne ein rechtzeitiges Upgrade drohen Funktionsausfälle, Sicherheitslücken oder ein kompletter Stillstand des Shops.

Damit der Umstieg reibungslos abläuft, zeigen wir hier eine erprobte Schritt-für-Schritt-Anleitung – getestet mit dem offiziellen Update Assistant Modul.

Voraussetzung: Es wird das Classic-Theme oder ein Classic-kompatibles Theme verwendet.

1. Vorbereitung vor dem Update

Die wichtigsten Schritte vor dem Start sind oft die entscheidenden für den Erfolg

Eine saubere Vorbereitung ist entscheidend, um Probleme und Ausfallzeiten zu vermeiden.

✅ Shop in Wartungsmodus setzen
✅ Cache deaktivieren (unter Erweiterte Einstellungen → Leistung)
✅ Vollständiges Backup von Daten und Datenbank (inkl. /var und /img)
✅ Dateivergleich mit Tools wie Beyond Compare, um Änderungen später leichter zu prüfen
✅ Inaktive Module deinstallieren
✅ Deinstallierte Module per FTP löschen
✅ Alle PrestaShop-Module aktualisieren (über die Modulverwaltung)
✅ Neues Backup von Daten + DB (ohne /img und /var → „clean + updated modules“)
✅ Overrides auf den Originalzustand von PrestaShop 1.7.6.3 zurücksetzen
✅ Backup von Daten + DB nach dem Reset erstellen
✅ Dateivergleich durchführen

2. Wie der Update Assistant funktioniert

Unter der Haube hat das neue Autoupgrade Modul (vormals 1-Click-Update) einiges zu bieten

Das Update Assistant Modul von PrestaShop (aktuell 7.3.0 – Stand 14.08.2025) ist ein offizielles Werkzeug, das den Upgrade-Prozess weitgehend automatisiert und inzwischen viel stabiler läuft als sein Vorgänger.

So arbeitet es im Hintergrund:

  1. Download der neuen Version – der Assistent lädt das gewünschte PrestaShop-Paket (z. B. 8.2.2 oder 9.x) als ZIP-Datei direkt vom PrestaShop-Server herunter.
  2. Entpacken und Kopieren – die neuen Core-Dateien werden in deinen Shop eingespielt, alte Core-Dateien ersetzt.
  3. Ausführen der Migration Scripts – für jede alte Version gibt es passende migrations/.php-Dateien, die z. B. neue Tabellen anlegen, alte Felder löschen oder Datenformate anpassen.
  4. Upgrade der Module – native Module werden automatisch in der passenden Version mit aktualisiert, sofern verfügbar.
  5. Aufräumprozess – temporäre Dateien werden gelöscht, Caches geleert, der Shop neu initialisiert.

3. Warum kein internes Modul-Backup nötig ist

Der Update Assistant kann intern ein Backup anlegen – wir empfehlen jedoch, auf das Modul-interne Backup zu verzichten, wenn bereits manuelle Backups vorliegen.

  • Modul-Backups sind oft sehr groß und können bei Hosting-Limits scheitern.
  • Manuelle Backups (z. B. über Plesk) sind zuverlässiger und lassen sich leichter wiederherstellen.
  • Externe Backups geben mehr Kontrolle über Speicherort und Versionierung.

4. Vorteile von Plesk für diesen Prozess

Mit Plesk lassen sich Backups besonders komfortabel erstellen:

  • Daten-Backup in wenigen Klicks (Komplettpakete oder gezielt Verzeichnisse wie /img, /var)
  • Datenbank-Backup direkt im Panel – kein phpMyAdmin-Umweg nötig
  • Einfache Wiederherstellung – sowohl für Dateien als auch Datenbank
  • Planbare Backups – tägliche oder stündliche Sicherungen lassen sich automatisieren

5. Vorsicht bei Drittanbieter-Themes

Viele Probleme beim Upgrade entstehen durch veraltete oder nicht gepflegte Themes:

  • Häufig nicht mit der neuen PrestaShop-Core-Version kompatibel
  • Oft eigene Overrides und Modifikationen, die beim Update brechen
  • Teilweise keine Updates vom Entwickler – nur Wechsel zu einem Classic-kompatiblen Theme hilft

💡 Tipp: Wer auf ein Classic-kompatibles Theme setzt, reduziert das Risiko von Template-Fehlern und spart Zeit beim Testen nach dem Upgrade.

6. Upgrade-Prozess in Bildern

Version auswählen

Im ersten Schritt wählst du im Update Assistant die gewünschte Zielversion aus – in diesem Fall 8.2.2 oder 9.x. Achte darauf, nur stabile Versionen zu wählen.

Update-Optionen setzen

Hier legst du fest, ob nicht-native Module und Overrides deaktiviert werden sollen. Diese Option reduziert das Risiko von Konflikten beim Upgrade.

Backup-Option wählen

Falls du bereits ein manuelles Backup hast (empfohlen), kannst du den internen Backup-Schritt überspringen, um Zeit zu sparen.

Update starten

Nach der Bestätigung startet der Update-Prozess. Die neuen Core-Dateien werden geladen und vorbereitet.

Update-Fortschritt beobachten

Während des Updates siehst du hier, wie einzelne Migration-Skripte und Modul-Updates ausgeführt werden.

Abschlussprüfung

Nach erfolgreichem Update erhältst du eine Zusammenfassung. Jetzt kannst du mit den Nacharbeiten wie PHP-Umstellung und Modulaktualisierungen beginnen.

7. Nach dem Update

✅ PHP-Version auf 8.1.x umstellen (PS 8.2.2) oder PHP 8.3.x (PS 9.0.x)
✅ Module erneut aktualisieren – meist gibt es neue Versionen für PS 8/9
✅ Cache wieder aktivieren
✅ Wartungsmodus deaktivieren
✅ Front Office testen – Produktseiten, Warenkorb, Checkout, Kundenkonto
✅ Theme ggf. aktualisieren

8. Empfehlung: Hosting & Support

  • Hosting-Tipp: Wir empfehlen Estugo als Provider – stabile Performance, sehr guter Support und optimal für PrestaShop-Hosting geeignet.
  • Upgrade-Service: Für Shops, die das Upgrade nicht selbst durchführen wollen, bieten wir ein Dienstleistungspaket mit 14 Stunden Support – ideal für reibungslose Migration, Test und Absicherung

Weiterführende Quellen zum Update Assistant


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